Foto: CampingNews

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Mit dem Camper in den warmen Süden: Wo du überwinterst – und was unterwegs auf dich zukommt

Milde Winter, offene Plätze, planbare Kosten: Wohin es Camperinnen und Camper mit Wohnmobil, Wohnwagen oder Kastenwagen in den Süden zieht – und was bei Maut, Vignette und Preisen unterwegs wirklich auf dich zukommt.

3 Min. Lesezeit Redakteurin: Lela Oberhauser

Wenn daheim Nebel und Dauerregen einziehen, packt viele Camperinnen und Camper das Fernweh. Der Süden Europas ist näher, als es sich anfühlt – und ein Großteil der Route lässt sich planen, statt sie dem Zufall zu überlassen. Hier kommt der Überblick: wohin es sich lohnt und was unterwegs auf dich zukommt.

Wohin es die Überwinterer zieht

Die Klassiker sind schnell genannt. Die portugiesische Algarve zählt zu den beliebtesten und mildesten Winterzielen Europas (PiNCAMP by ADAC). In Spanien stehen Costa Blanca und Costa del Sol ganz oben auf der Beliebtheitsskala; mehr als 200 spanische Campingplätze sind auch im Winter auf Reisemobile eingestellt (promobil). Wer es noch weiter südlich mag: Auf Sizilien gibt es sogar Plätze, die südlicher liegen als Tunis, und auch die kroatische Adria und Istrien bleiben eine Option (PiNCAMP).

Bei bewährten Winterplätzen, die promobil listet, reichen die Nachtpreise von knapp 30 bis 55 Euro – je nach Platz und mit unklarem Stand der Angaben, also besser vorher direkt beim Platz anfragen (promobil). Für lange Aufenthalte bieten viele Plätze Langzeitrabatte, in Spanien teils bis 40 Prozent (promobil).

Bis 3,5 t oder darüber? Das entscheidet die Maut

Und jetzt der Punkt, den viele unterschätzen: Nicht dein Reiseziel, sondern dein Gewicht laut Zulassungsschein (Feld F.1) entscheidet, was du an Gebühren zahlst.

In Österreich – für viele das Transitland Richtung Italien – reicht bis 3,5 t technisch zulässiger Gesamtmasse die Vignette. Darüber gilt die fahrleistungsabhängige GO-Maut über die GO-Box, ein Mautgerät für Fahrzeuge über 3,5 t (USP.gv.at). Wichtig für ältere, abgelastete Mobile: Wer mehr als 3,5 t technisch zulässige Masse, aber ein zulässiges Gesamtgewicht (Feld F.2) von höchstens 3,5 t und eine Erstzulassung vor Dezember 2023 hat, darf dank Bestandsschutz noch bis Ende Januar 2029 mit Vignette fahren (ADAC).

In der Schweiz kostet die Vignette 40 Franken, und bis 3,5 t brauchen Fahrzeug und Anhänger jeweils eine eigene (ADAC). Über 3,5 t brauchst du keine Vignette, sondern die pauschale Schwerverkehrsabgabe – sie gilt auf dem gesamten Straßennetz, nicht nur auf der Autobahn, und muss vor der Einreise online bezahlt werden (ADAC).

Mit dem Wohnwagen-Gespann

Ziehst du einen Wohnwagen, kommt es aufs Detail an. In Österreich braucht der Anhänger keine eigene Vignette – entscheidend ist allein das Zugfahrzeug (ADAC). In der Schweiz dagegen braucht der Wohnwagen eine eigene Vignette für 40 Franken; liegt er über 3,5 t, fällt für ihn die pauschale Schwerverkehrsabgabe (PSVA) an (ADAC).

Frankreich, Italien, Spanien: Maut an der Schranke

Auf dem Weg nach Portugal oder Südspanien zahlst du in Frankreich (péage), Italien (pedaggio) und teils Spanien streckenabhängig an der Schranke. Für Camper heißt das: Nicht nur das Gewicht, auch Höhe, Achszahl oder ein Gespann können dich in eine teurere Klasse rutschen lassen (FREEONTOUR). Das gilt genauso für Kastenwagen.

Mautboxen öffnen die Schranken automatisch. Viele Standardboxen sind auf 3,5 t bzw. 3 m Höhe ausgelegt; einige Anbieter haben die Gewichtsgrenze für Fahrzeuge unter 3 m inzwischen aufgehoben, für schwere und hohe Mobile gibt es eigene Boxen (FREEONTOUR).

Ein Lichtblick in Spanien: Mautfrei ist die AP-7 von La Jonquera an der Grenze bis Alicante (Eurocampings). Maut kostet dagegen weiterhin die Küstenroute Alicante–Cartagena, Cartagena–Vera und an der Costa del Sol der Abschnitt Málaga–Guadiaro (Andalucía Información).

Tanken und Abfahrtscheck

Spritpreise ändern sich täglich – konkrete Zahlen wären morgen falsch. Tendenz: In manchen Transitländern tankst du günstiger als daheim. Vergleiche darum live, etwa über den ADAC-Spritpreisvergleich Ausland oder die ADAC-Kraftstoffpreissuche; für Österreich hilft zusätzlich der ÖAMTC-Spritpreisvergleich.

Und vor der Abfahrt: Führt die Route durch Länder mit Winterreifenpflicht, gehört das geprüft; außerdem sind europaweit rund 300 verschiedene Gasanschlüsse in Gebrauch – ein passender Adapter erspart dir Ärger im Süden (promobil).

Der Beitrag in 9 Folien

Zum Weiterschicken: wischen oder scrollen.

Folie 1 von 9: Titelfolie: Mit Wohnmobil oder Gespann in den Süden: Was dich erwartet
Folie 2 von 9: Algarve, Costa Blanca & Co.
Folie 3 von 9: Campingpreise im Winter
Folie 4 von 9: Schweiz: Vignette und Schwerverkehr
Folie 5 von 9: Gespann: Österreich vs. Schweiz
Folie 6 von 9: AP-7: Mautfrei bis Alicante
Folie 7 von 9: Spritpreise und Abfahrtscheck
Folie 8 von 9: Fazit
Folie 9 von 9: Weiterlesen im Blog
Quellen (17)
  1. PiNCAMP by ADAC – Überwintern an der Algarve
  2. promobil – Überwintern im Süden Europas: Wohnmobil-Tipps
  3. PiNCAMP – Top-Campingplätze zum Überwintern
  4. promobil – Überwintern im Süden Europas: zwischen Sonne und Meer
  5. promobil – Überwintern in Spanien: Wohnmobil-Tipps
  6. USP.gv.at – GO-Maut
  7. ADAC – Maut in Österreich für Wohnmobile
  8. ADAC – Schweiz: Anhänger und Wohnwagen
  9. ADAC – Schweiz: Schwerverkehrsabgabe
  10. ADAC – Maut und Vignette Österreich
  11. FREEONTOUR – Mautbox Europa im Vergleich
  12. FREEONTOUR – Mautbox für Wohnmobile über 3500 kg
  13. Eurocampings – Mautfrei durch Spanien
  14. Andalucía Información – Autopista AP-7 Málaga–Guadiaro
  15. ADAC – Spritpreisvergleich Ausland
  16. ADAC – Kraftstoffpreissuche
  17. ÖAMTC – Tanken / Spritpreisvergleich

Stand: 27. September 2026

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